Wenn ich so aus dem Fenster sehe und den Ahornbaum im Innenhof beobachte, wie der Wind ihn sanft bewegt, verspüre ich eine innere Ruhe. Das Zwitschern der Schwalben in ihrer Flugstunde gibt mir ein Gefühl von Aufbruch, dass es viel zu entdecken gibt. Ich bemerke, wie auch der Wind die Schwalben trägt und sich manchmal auch wieder zurückzieht. Es erfüllt mich mit Freude. Ein Lächeln zeichnet sich in meinem Gesicht ab. Und plötzlich wird aus der Freude Dankbarkeit.

Ich bin dankbar, dass ich diese aufregende Reise erleben darf. Die Reise in meine Selbstständigkeit – die Reise zu mir!

Dankbarkeit ist ein gut erforschtes Gefühl des Menschen und hilft nachweislich das psychische Wohlbefinden zu stärken. Ob symbolisch ausgeführt durch eine Handlung oder überraschend erlebt durch ein Geschenk – sie tut der Seele gut!

Sie ist ein wesentlicher Bestandteil der Positiven Psychologie, die die Aufmerksamkeit auf die guten und schönen, oder anders gesagt, die positiven Dinge im Leben richtet.

Unser Fokus liegt oftmals auf dem Negativen – es ist okay, sich des Negativen bewusst zu sein und es nicht auszublenden, allerdings ist es unsere freie Entscheidung, ob wir die positiven Dinge auch sehen möchten.

Einige Tools der Positiven Psychologie, mit denen ich insbesondere Menschen unterstütze, die mit einer Lebens- und Sinnkrise zu mir kommen:
– Achtsamkeit
– Mut
– Dankbarkeit
– Hilfsbereitschaft
– Engagement
– Genuss
– …

Du kannst deine Dankbarkeit auch alleine trainieren und in den Alltag integrieren. Ich sage z.B. in Gedanken immer ein Danke, wenn ich eine Münze auf dem Boden finde. Nicht für die Münze per se, sondern für das Symbol, dass ich hineininterpretiere, nämlich, dass mein letzter Gedanke ein guter war, den ich verfolgen sollte. Ob nun Aberglaube oder nicht, eines steht sicher fest: meine Dankbarkeit ist damit trainiert, egal wofür ich dankbar bin.

Ad Aufmerksamkeit auf das Positive lenken: Letztens, als ich mit einer Freundin spazieren war, sehe ich auf den Boden und entdecke einen 10-Euro-Schein. Dieser wurde gleich von mir dazu verwendet, dass ich sie auf das nächste Getränk einlade, weil sie mich immer unterstützt. Mein Akt der Dankbarkeit.

Wann warst du das letzte Mal dankbar? Und wofür?

Bunte Grüße,
Mag. B. Elekes (er/ihm)

(zum Bild: es zeigt die Dankbarkeit einer teilnehmenden Person aus einem meiner Nikotinentwöhnungsseminare und symbolisiert für mich auch den Moment, als ich mich Dankbarkeit gefühlt habe)

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